Im Zweifel für den Angeklagten

Ein-Personen-Stück von David W. Rintels

Basierend auf Irving Stones "Clarence Darrow für die Verteidigung"

Regie

Christian Kohlund, Cesca Carniéer (Regie-Assistenz), Franziska Kohlund (Coaching)

Ausstattung

Christian Kohlund, Buschi Luginbühl (Technische Beratung), Wolfram Scheible (Fotos), Peter Kunz (Lichtdesign)

Musik

Klaus Pruenster

Aufführungsrechte: Verlag Felix Bloch Erben, Berlin

... Ich plädiere für eine Zeit, in der Hass und Gewalt nicht die Herzen der Menschen beherrschen werden, in der wir durch Argumente und Urteilskraft und Verständnis lernen können, dass jedes Leben wert ist, gerettet zu werden und dass Gnade die höchste Tugend des Menschen ist.

... Die Angst vor Gott ist nicht der Anfang der Weisheit. Besser man hat Zweifel. Zweifel führen zu Nachforschungen, und das ist der Anfang aller Weisheit. 

Ich praktizierte als Anwalt meistens auf der Seite der Schwachen, manchmal auf der Seite der Starken, aber niemals auf der Seite der Starken gegen die Schwachen 

Abwechslungsreich aufgebaute, stark aussagekräftige Monologe, die manchmal an unsichtbare Partner, oft auch ans Publikum gerichtet sind, fesseln durch die emotionsgeladene Ausstrahlungskraft derart intensiv, dass die Zuschauer fast atemlos mitfühlen. Jedes Wort kommt in der perfekten, akzentuierten Sprache und der sonoren Stimme an. 

"Ich habe vor dreißig Jahren Curd Jürgens in der Rolle des Clarence Darrow gesehen, das hat mich nicht mehr losgelassen", sagt Christian Kohlund.

Er ist begeistert von der Courage des wohl bedeutendsten Strafverteidigers der amerikanischen Geschichte. Kohlund verzichtet in seiner Inszenierung auf sichtbare Bezüge zur heutigen Zeit. "Die Geschichte an sich soll packen", sagt er. "Im Stück gibt es viele Parallelen zu heute. Das Publikum merkt diese aber selber."


Pressestimmen

Kohlund gelingt es mit seiner Verve und Intensität, das Publikum zwei Stunden lang mit dem aufrüttelnden, aber auch moraltriefenden Monolog zu fesseln.

Frankfurter Allgemeine Zeitung 

Ein packender Monolog. Kohlund hat Charisma genug, um die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen.

Hamburger Morgenpost 

Kohlund zeigt Begeisterung für den Inhalt und die Gelassenheit in der Präsentation, die den Monolog zum ausgesprochen sehenswerten Lehrstück der Moral macht. Jubelnder Applaus.

Hamburger Abendblatt 

Tourneezeit:
20. November bis 15. Dezember 2008

 

© Fotos: Komödie im Bayerischen Hof