Der Geizige

(L'Avare ou l'École du mensonge)

Komödie von Molière

bearbeitet von Nikolaus Paryla nach einer Übersetzung von                         Wolf Heinrich Graf von Baudissin

 

Eine Aufführung der Komödie im Bayerischen Hof

 

 


Harpagon, Vater von Cléante und Élise..............NIKOLAUS PARYLA
Cléante, sein Sohn, Geliebter der Mariane..........PAUL BRUSA
Élise, seine Tochter, Geliebte des Valère............LAURA ANTONELLA RAUCH
Valère, Sohn von Anselme, Geliebter der Élise....DAVID PARYLA
Mariane, Cléantes Geliebte.................................OLIVIA MAREI
Anselme, Vater von Valère und Mariane.............WOLFGANG GRINDEMANN
Frosine, eine Heiratsvermittlerin.........................UNDINE BRIXNER
Maître Simon, ein Geldverleiher...........................ERWIN NOWAK
Maître Jacques, Harpagons Koch und Kutscher...RALF KOMORR
La Flèche, Diener von Cléante.............................WOLFGANG GRINDEMANN
Der Kommissar.....................................................ERWIN NOWAK
Jeannot, ein Diener..............................................ADRIAN STUHLFELNER

Ort der Handlung ist Paris

Regie

Nikolaus Paryla

Ausstattung

Thomas Pekny

                              Nikolaus Paryla

 

 Aufführungsrechte beim Bearbeiter

 

Alle wollen nur sein Geld - Kinder, Kutscher, Koch - davon ist Harpagon überzeugt. Und Harpagon will vor allem eines: Mehr Geld. Sein krankhafter Geiz führt dazu, dass seine Pferde verhungern, seine Gäste verwässerten Wein bekommen und seine Kinder nur heiraten dürfen, wenn es ihm Gewinn bringt: Tochter Élise will er mit dem reichen Monsieur Anselme verkuppeln, obwohl der ihr Vater sein könnte und Élise außerdem in seinen Angestellten Valère verliebt ist; sein Sohn Cléante soll eine vermögende Witwe heiraten, obwohl er viel lieber die junge, hübsche Mariane zur Frau nähme. Auf die hat allerdings Harpagon selbst ein Auge geworfen und drängt zur Hochzeit - vorausgesetzt natürlich, dass sie wenigstens ein bisschen Geld mitbringt....

Es wird eng für die entsetzten Kinder, die wissen, dass ihren Vater jetzt nur noch eines aufhalten kann: Geld, beziehungsweise der Verlust desselben. Als nun die Kassette mit Harpagons Familienschmuck verschwindet, gerät tatsächlich alles andere zur ­Nebensache. Der Geizige rast und tobt wie ein verzweifelt Liebender, weil ihm sein Lebenselixier gestohlen wurde, sein "Herzblut", sein "Liebstes auf der Welt". Ob er nun zur Vernunft kommt?

Ein Spiel, ein Kampf um Mammon und Eros - nach rund 350 Jahren besticht Molières Komödie durch zeitlosen Witz und hohes Tempo und gibt auch für heutige Zuschauer die Liebe zum Geld der Lächerlichkeit preis.

 

 

 

 

Pressestimmen zum ersten Teil der Tournee:

 

Molière trifft auch nach 350 Jahren noch den Nerv der Zeit.

Funktioniert eine Komödie, die vor 350 Jahren uraufgeführt worden ist, heute noch? Ja, tut sie! Und das liegt einerseits am Stück selbst, andererseits an der aktuellen Inszenierung und vor allem an den beteiligten Schauspielern.

Schon nach wenigen Augenblicken des Geschehens auf der Bühne wurde klar: Das Stück selbst trifft nach wie vor den Humornerv seiner Zeit.

Eine rasante Inszenierung mit schönem Bühnenbild, großartigen Schauspielern, bei denen natürlich Nikolaus Paryla als überragender Komödiant begeistert. Bei dem sitzt jede Geste, hat jede Handbewegung einen Sinn und trifft jede Miene ins Innerste. Das ist ganz großes Theater.

Eine der Überraschungen des Abends war Parylas Sohn David. Er spielte den jungen Valère und zeigte enormes schauspielerisches Potential. Der junge Mann hat durchaus das Zeug dazu, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

Klaus Greif im Münchner Merkur vom 16.12.14

 

Paryla in Hauptrolle ein Glücksfall

„Der Geizige“ von Molière … inszeniert und in der Hauptrolle besetzt von Nikolaus Paryla, bietet all das, wofür Molière geliebt, gehasst und wodurch er berühmt wurde, eine unerbittliche Ehrlichkeit in der Wiedergabe menschlichen Verhaltens gepaart mit sämtlichen – mal feineren, mal derberen – Formen der Komik. Man lacht, erkennt sich stückweise wieder und geht, ob man will oder nicht, mit tieferen Eindrücken davon.

Paryla spielt diese Besitzgier, seinen Geiz genüsslich, nuancenreich, verschmitzt, frech, immer zielgerichtet aus. Man spürt, dass er Molières Beobachtungen genießt, während er sie dem Publikum vorträgt, wenn er in seinen Hausschuhen und seinem langen Hausmantel jeden untersucht, ob er ihm nicht vielleicht etwas gestohlen hat.

Parylas eigener Sohn – David Paryla - spielt mit und zeigt als Valère, dass er dabei ist, sich, was das Können angeht, an seinen Vater heranzuarbeiten. Nikolaus Paryla gelingt als Regisseur ein dynamischer, äußerst unterhaltsamer Stückablauf, unterstützt von einem Bühnenbild (Thomas Pekny ) mit Wohnraumgefühl des 17. Jahrhunderts, das aber – weil nicht überladen – Spielfreude zulässt. Ein Klassiker in bester Form, ein schöner Abend.

te in der Westfalenpost vom 12.12.14

 

Vorläufiger Tourneeplan:

04.12.          Kempten

07.12.          Langen

08.12.          Lennestadt

10.12.          Garching bei München

11.12.          Traunreut

12.12.          Freising

13.12.          Germering

14.12.          Rosenheim

15.12.          Singen / Htwl.

08.01.          HÜTTWILEN / SCHWEIZ

09.01.          GÖTZIS / ÖSTERREICH

12.01.          Ratingen

13.01.          Lingen

14.01.          Buxtehude

16.01.          Geesthacht

18.01.          Gelnhausen

19.01.          Fellbach

20.01.          Fellbach

21.01.          Lahr / Schwarzwald

22.01.          Olpe

23.01.          Ludwigshafen

24.01.          Ludwigshafen

 

 

Tourneezeit:

Anfang Dezember bis                       ca. 20. Dezember 2014                 und Januar 2015

Nikolaus Paryla
Undine Brixner
Wolfgang Grindemann
Ralf Komorr
Olivia Marei
Paul Brusa
David Paryla
Laura A. Rauch
Erwin Nowak
Adrian Stuhlfelner

Fotos ©
großes Foto und Szenenfotos:
Rüdiger Neumann

Portaitfotos: Jürgen Weyrich, Florindo Rilli, privat, David Reisler, Lena Stahl, Leo Bauer, Komödie Frankfurt, Helene Maria Voigt, Jonas Rube